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Autor Thema: Deutscher Fernsehpreis 2011  (Gelesen 667 mal)
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GloRod
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Deutscher Fernsehpreis 2011
« am: 03. Oktober 2011, 21:47:48 »

Achtung, falls ihr es gerade schaut!
Ich schreibe hier auch schon Preisträger, die noch nicht auf RTL bekannt gegeben wurden!



Guten Abend zusammen,

ich habe mir heute Abend den deutschen Fernsehpreis 2011 angesehen und wollte gerne meine Meinungen zu einigen Preisträgern teilen und mit euch ggf. diskutieren.

Moderation:
Nazan Eckes, schreckliches Kleid und seltsame Frisur. Leider wurden nur Moderatoren gewählt, die sowieso bei RTL unter Vertrag sind und dort regelmäßig ihre Sendungen haben.
Dies erklärt auch die Wahl des zweiten Moderatoren, Marco Schreyl, der Hampelmann der DSDS-Show. Marco Schreyl hat seine Karriere gar nicht so .. niveaulos(?) gestartet. Jedoch ist er nun leider irgendwo zwischen DSDS und dem Supertalent gelandet und vermittelt für mich keinen seriösen Eindruck eines Moderatoren mehr.

Die Preise

Bester Fernsehfilm
Nominierungen:
    * Die fremde Familie (ARD/BR)
    * Die Hebamme – Auf Leben und Tod (ZDF/ORF)
    * In aller Stille (ARD/BR)
    * Homevideo (Arte/NDR/BR)
    * Undercover Love (RTL)

Meiner Meinung nach verdient an Homevideo. Starker Film, der zeigt wie weit ein "Jugendstreich" gehen kann. Ich hätte den Film auch der Hebamme - Auf Leben und Tod gegönnt, stark gespielt und 1A Inzenierung der damaligen Zeit. Undercover Love und die fremde Familie waren für die Tonne und In aller Stille habe ich nicht gesehen.


Bester Mehrteiler
Nominierungen:
    * Go West – Freiheit um jeden Preis (ProSieben)
    * Der kalte Himmel (ARD/BR)
    * Hindenburg (RTL)

-

Beste Serie
Nominierungen:
    * Doctor’s Diary – Männer sind die beste Medizin (RTL/ORF)
    * Der letzte Bulle (SAT.1.)
    * Weissensee (ARD/MDR)

Ich bin ein großer Fan der Serie Doctor's Diary und finde es sehr schade, dass die Serie Weissensee gewonnen hat. Der letzte Bulle hat zu Recht nicht gewonnen!


Bester Schauspieler
Nominierungen:
    * Vladimir Burlakov für Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis (SAT.1)
    * Stefan Kurt für Dreileben – Eine Minute Dunkel (ARD/WDR)
    * Mišel Matičević für Nachtschicht: Ein Mord zu viel (ZDF)
    * Jörg Hartmann für Weissensee (ARD/MDR)
    * Justus von Dohnányi für Tatort: Eine bessere Welt (ARD/HR)

Ich finde dass sowohl Justus von Dohnányi und Stefan Kurt super Schauspieler sind. Ich hätte es den beiden echt gegönnt. Aber nunja, wieder an Weissensee, indirekt.


Beste Schauspielerin
Nominierungen:
    * Alexandra Neldel für Die Wanderhure (SAT.1/ORF)
    * Petra Schmidt-Schaller für Das geteilte Glück (ARD/SWR)
    * Maria Simon für Es war einer von uns (Arte/ZDF)
    * Nina Kunzendorf für In aller Stille (ARD/BR)
    * Lisa Wagner für Tatort: Nie wieder frei sein (ARD/BR)

Ich habe nur Lisa Wagner, Maria Simon und Alexandra Neldel in den jeweiligen Filmen gesehen. Ich hätte Maria Simon so sehr gewünscht. Ich fand es war ein super Film und eine sehr guter schauspielerische Leistung.


Beste Dokumentation
Nominierungen:
    * Geheimsache Mauer – Geschichte einer deutschen Grenze (ARD/RBB/MDR/Arte)
    * Hunger (ARD/SWR)
    * Wärst Du lieber tot? (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)
    * The other Chelsea – Eine Geschichte aus Donezk (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)
    * Und wir sind nicht die Einzigen (3sat/ZDF)

Ich bin ein Doku-Freak. Bis auf The other Chelsea fand ich auch all diese Dokumentationen super! Ich gönne es der Dame, die den Preis für Wärst du lieber tot? erhalten hat.


Beste Reportage
Nominierungen:
    * die story: Adel vernichtet – Der bemerkenswerte Niedergang des Bankhauses Oppenheim (WDR)
    * Heute ist gestern und morgen (Arte/WDR)
    * Wild Germany (ZDFneo)

-


Beste Information
Nominierungen:
    * Rolf-Dieter Krause als Korrespondent für seine Brüssel-Berichterstattung zur Euro-Krise (ARD)
    *    Ranga Yogeshwar als Experte in der Fukushima-Berichterstattung (ARD)
    * Antonia Rados als Korrespondentin für Ihre Nahost-Berichterstattung, insbesondere aus Libyen (RTL/n-tv)

-


Beste Sportsendung
Nominierungen:
    * heimspiel! extra: Frankfurt Marathon (HR)
    * Sport Inside (WDR)
    * RTL Boxen: Klitschko vs. Haye – Der Kampf (RTL)

Ich interessiere mich sehr für Boxen und sehr wenig für Fußball. Somit habe ich auch nur dieses Sportereigniss im Fernsehen verfolgt. Ich fand Haye von Anfang geschmacklos und überheblich und finde Klitschko hat verdient gewonnen und mit der Auszeichnung des Fernsehpreis wird bewiesen, dass er durch seinen Sport weiss viele Menschen gut zu unterhalten.


Beste Unterhaltung
Nominierungen:
    * Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! (RTL)
    * Let’s Dance (RTL)
    * Eurovision Song Contest 2011 (ARD/NDR)

Lets Dance habe ich maximal 10 Minuten geschaut, glaube ich. Ich kann mit dem Format und den Protagonisten nichts anfangen. Ähnlich sieht es bei Ich bin ein Star - holt mich hier raus aus. Der Eurovision Song Contest hat verdient gewonnen. Auch wenn ich es schade fand, dass die ganzen Ostblockstaaten sich die Punkte zugeschoben haben.


Beste Comedy
Nominierungen:
    * Ladykracher (SAT.1)
    * Die Bülent Ceylan Show (RTL)
    * heute-show (ZDF)

Auch verdient gewonnen. Ich finde die heute-show sau unlustig. Die Bülent Ceylan Show habe ich nie aufmerksam verfolgt und obwohl ich kein Fan der deutschen Comedy bin, finde ich Ladykracher verhältnismäßig schon lustig.


Beste Unterhaltung Doku
Nominierungen:
    * Goodbye Deutschland – Die Auswanderer (VOX)
    * Der Wettlauf zum Südpol: Deutschland gegen Österreich (ZDF/ORF)
    * Stellungswechsel – Job bekannt, fremdes Land (kabel eins)

Ich finde Goodbye Deutschland immer sehr unterhaltsam, wenn die Protagonisten in ein Land auswandern, dessen Sprache sie nicht beherrschen oder gar noch nie dort waren. Jedoch hat Stellungswechsel meiner Meinung nach einen größeren "Informationswert" und somit schon verdient gewonnen, bei der Auswahl.


Bester Entertainer (Publikumspreis)
Nominierungen:
    * Günther Jauch
    * Stefan Raab
    * Joko Winterscheidt & Klaas Heufer-Umlauf

Alles verschiedene Typen, aber alles klasse. Ich hätte mich nicht entscheiden können.


Ehrenpreise

Ehrenpreis der Stifter ...... Joachim Fuchsberger
Besondere Leistung Fiktion ...... Dominik Graf, Christian Petzold, Christoph Hochhäusler für Dreileben (ARD-Trilogie)
Besondere Leistung Information ...... Denis Scheck, Andreas Ammer für Druckfrisch (ARD) (einfach klasse!)
Besondere Leistung Unterhaltung ...... Rolf Seelmann-Eggebert
Förderpreis ......    Jonas Nay (Homevideo)


___________________

Die Show war ganz nett, man hätte das ganze zwar auch etwas "netter" aufbereiten können. Aber so ist das nunmal beim Deutschen Fernsehpreis.



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Deutscher Fernsehpreis 2011
« am: 03. Oktober 2011, 21:47:48 »

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gowain
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #1 am: 04. Oktober 2011, 01:45:31 »

Nicht geguckt - ich guck nie Preisverleihungen. Hast Dir ja viel Mühe gegeben, das alles niederzuschreiben.
Im Einzelnen:
Hab nur "Hindenburg" gesehen und fand's ganz gut. Ob preiswürdig sei mal dahingestellt. Yogeshwar hat aus sicherer Entfernung was über Kernschmelze erzählt während Frau Rados in Libyen die Kugeln um die Ohren flogen - diese Preisvergabe ist eine Frechheit. Raab stellt unglaublich viel auf die Beine und macht dabei mit Musikshows (BuViSoCo), Funsport-Events (Wok-WM, Turmspringen), abendfüllende Spielshows (Schlag den Raab) und dem megaaufwendigen Stockcar-Rennen viel verschiedene Sachen, die auch alle erfolgreich sind, wer also sonst sollte diesen Preis verdienen.

" Auch wenn ich es schade fand, dass die ganzen Ostblockstaaten sich die Punkte zugeschoben haben."
Solchen BILD-Blödsinn sollte man nicht nachquatschen. Sieht sehr nach schlechtem Verlierer aus. Andere Völker haben andere Auffassungen davon, was ein gutes Lied ausmacht. Das muß man respektieren. Ist schließlich nicht so, daß die Ostblockstaaten IMMER gewinnen - in den letzten 10 Jahren siegten unter anderem Dänemark, die Türkei, Griechenland, Finnland, Norwegen und Deutschland. Aber kaum gewinnt ein Ostblockland geht das Rumgeflenne wieder los. Ich kann's nicht mehr hören.
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #2 am: 04. Oktober 2011, 08:16:52 »

Najoar, ich hatte gestern keine Lust vor dem Rechner zu hocken und am einem Feiertag ist auch nicht allzu viel los. Meine beste Freundin ist erst vorgestern weggezogen und naja, dann schaut man schonmal den grandiosen Deutschen Fernsehpreis Grin Grin

Zitat von: gowain am 04. Oktober  2011, 01:45:31
[...]Raab stellt unglaublich viel auf die Beine und macht dabei mit Musikshows (BuViSoCo), Funsport-Events (Wok-WM, Turmspringen), abendfüllende Spielshows (Schlag den Raab) und dem megaaufwendigen Stockcar-Rennen viel verschiedene Sachen, die auch alle erfolgreich sind, wer also sonst sollte diesen Preis verdienen.

Da hast du Recht, stimmt.

Zitat von: gowain am 04. Oktober  2011, 01:45:31
" Auch wenn ich es schade fand, dass die ganzen Ostblockstaaten sich die Punkte zugeschoben haben."
Solchen BILD-Blödsinn sollte man nicht nachquatschen. Sieht sehr nach schlechtem Verlierer aus. [...] in den letzten 10 Jahren siegten unter anderem Dänemark, die Türkei, Griechenland, Finnland, Norwegen und Deutschland. Aber kaum gewinnt ein Ostblockland geht das Rumgeflenne wieder los. Ich kann's nicht mehr hören.

Ich habe diesen Spruch an dem Abend der Punktevergabe zu meinem Freund gesagt und nicht aus irgendeinem Klatschblatt (ich lese die Bild nichtmal). Ich habe das so empfunden. Roll Eyes Und das wohl nicht als einzige Person. Mir ist im Grunde egal, wer da gewinnt oder verliert, aber ich fand das Lied war eines der Schwächsten.
Übrigens, meine Gewinner des Eurovision Song Contest sind die folgenden Herren Cheesy
http://www.eurovision.de/teilnehmer/moldau129.html
« Letzte Änderung: 04. Oktober 2011, 08:18:30 von Gloria Rodriguez » Gespeichert
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #3 am: 04. Oktober 2011, 08:44:40 »

Herzlichen Dank fürs Aufschreiben und Kommentieren. War sehr interessant zu lesen... Smiley

Ich fand das Aserbaidschan-Lied übrigens absolut nicht das Schwächste. Den Irischen Klamauk oder diesen Weichspüler-Rock-Song aus Dänemark, dessen Melodie zudem fast 1:1 "Herz an Herz" entspricht, fand ich deutlich fragwürdiger - und die wurden ja sogar als Favoriten gehandelt.
Persönlich am besten gefallen hatte mir der Beitrag aus Bosnien-Herzegovina.
Ich freue mich aber, dass Aserbaidschan nun die Möglichkeit erhält, sich als moderner und aufgeschlossener Staat zu präsentieren, auch wenn es wohl das ein oder andere Problem geben könnte (ich habe gehört, dass da kaum Toleranz gegenüber Homosexualität vorhanden ist). Fragwürdig finde ich eher, dass man Aserbaidschan zu Europa zählt. :-)
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #4 am: 04. Oktober 2011, 08:54:02 »

Zitat von: Lowpass am 04. Oktober  2011, 08:44:40
Ich fand das Aserbaidschan-Lied übrigens absolut nicht das Schwächste. Den Irischen Klamauk oder diesen Weichspüler-Rock-Song aus Dänemark, dessen Melodie zudem fast 1:1 "Herz an Herz" entspricht, fand ich deutlich fragwürdiger[...]

Ich muss zugeben, alle Beiträge sind mir jetzt nicht mehr im Kopf geblieben. Aber an den Siegersong erinnert man sich dann doch schon, besonders, wenn er einem nicht so sehr gefallen hat, wie andere Beiträge des Abends und dann sagt man schonmal sowas Wink

Zitat von: Lowpass am 04. Oktober  2011, 08:44:40
Persönlich am besten gefallen hatte mir der Beitrag aus Bosnien-Herzegovina.

Die habe ich jetzt nochmal nachgeschaut. Die waren auch sehr gut, stimmt. Smiley

Zitat von: Lowpass am 04. Oktober  2011, 08:44:40
Ich freue mich aber, dass Aserbaidschan nun die Möglichkeit erhält, sich als moderner und aufgeschlossener Staat zu präsentieren, auch wenn es wohl das ein oder andere Problem geben könnte (ich habe gehört, dass da kaum Toleranz gegenüber Homosexualität vorhanden ist).

Jap, mal sehen was das nächstes Jahr gibt.

Zitat von: Lowpass am 04. Oktober  2011, 08:44:40
Fragwürdig finde ich eher, dass man Aserbaidschan zu Europa zählt. :-)

 Grin Grin


Wie schon oben gesagt, der Eurovision Songcontest hat dieses Jahr verdient den deutschen Fernsehpreis erhalten. Tolle Moderation, tolle Show.
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #5 am: 04. Oktober 2011, 09:19:35 »

Zitat von: Gloria Rodriguez am 04. Oktober  2011, 08:54:02
Ich muss zugeben, alle Beiträge sind mir jetzt nicht mehr im Kopf geblieben.

Mir natürlich auch nicht - aber Irland und Dänemark wurde halt schon im Vorfeld hochgejubelt - insbesondere natürlich die irischen Jedward mit ihren lächerlichen Frisuren und ihrer Hampelmann-Performance. Da fand ich es regelrecht beruhigend, dass Aserbeidschan gewonnen hat und ich habe mich ausgesprochen darüber gefreut, dass sowohl Italien als auch Bosnien-Herzegovina sehr viele Punkte gekriegt haben.
(Aus Italien war dieser Jazz-Pop-Song)
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #6 am: 04. Oktober 2011, 13:01:50 »

Zitat von: Lowpass am 04. Oktober  2011, 08:44:40
Herzlichen Dank fürs Aufschreiben und Kommentieren. War sehr interessant zu lesen... Smiley

Ich fand das Aserbaidschan-Lied übrigens absolut nicht das Schwächste. Den Irischen Klamauk oder diesen Weichspüler-Rock-Song aus Dänemark, dessen Melodie zudem fast 1:1 "Herz an Herz" entspricht, fand ich deutlich fragwürdiger - und die wurden ja sogar als Favoriten gehandelt.

"Herz an Herz" ... genau! Ich sag noch zu meiner Frau:"Das ist doch geklaut, das kenn ich doch!", nur ist mir partout nicht eingefallen, woher. Besten Dank auch.

Zitat von: Lowpass am 04. Oktober  2011, 08:44:40
... Fragwürdig finde ich eher, dass man Aserbaidschan zu Europa zählt. :-)

Tut man ja nicht. Die Veranstaltung läuft ja nicht als europäischer Wettbewerb sondern als Wettbewerb der Eorovisions-Mitgliedsländer. Warum man da die Nichteuropäer reingelassen hat weiß ich auch nicht, kenne die Aufnahmestatuten nicht. Aber ich denke mal, die ehemalige Sowjetunion galt als europäischer Staat (wurde auch als Teilnehmer aller Europameisterschaften akzeptiert) also hat man die ehem. Teilrepubliken kurzerhand eingeladen. Bei Israel verstehe ich das auch nicht. Gehört schließlich genauso zu Asien.

@Gloria

Ist ja schön, daß Dir die Punkteschiebereien der Ostblockländer aufgefallen ist. Nur scheint Deine Aufmerksamkeit beim Punkteschieben der skandinavischen Länder ziemlich nachgelassen zu haben. Auch das die 12 Punkte von Griechenland IMMER an Zypern gehen - und umgekehrt - hast Du wohl nicht so richtig mitgekriegt. Viele Punkte für Deutschland kommen regelmäßig aus Spanien (Malle läßt grüßen) und wenn die, in Deutschland lebenden Türken den türkischen Beitrag mal nicht auf 12 Points hieven muß dieser schon mächtig grottig sein. Diese "Punkteschiebereien" sind also kein osteuropäisches Problem. Ich glaube wirklich, daß ein, von slawischer Folklore beeinflußtes Lied aus Armenien (beispielsweise) in Georgien besser ankommt als ein irischer Trallalla-Popsong. Und wenn Europa diese Länder in die Eurovision reinläßt muß man eben auch mit deren Votings leben, fertig ist die Laube.
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #7 am: 04. Oktober 2011, 13:27:55 »

Zitat von: gowain am 04. Oktober  2011, 13:01:50
[...]Nur scheint Deine Aufmerksamkeit beim Punkteschieben der skandinavischen Länder ziemlich nachgelassen zu haben. Auch das die 12 Punkte von Griechenland IMMER an Zypern gehen - und umgekehrt - hast Du wohl nicht so richtig mitgekriegt. Viele Punkte für Deutschland kommen regelmäßig aus Spanien (Malle läßt grüßen) und wenn die, in Deutschland lebenden Türken den türkischen Beitrag mal nicht auf 12 Points hieven muß dieser schon mächtig grottig sein. Diese "Punkteschiebereien" sind also kein osteuropäisches Problem. Ich glaube wirklich, daß ein, von slawischer Folklore beeinflußtes Lied aus Armenien (beispielsweise) in Georgien besser ankommt als ein irischer Trallalla-Popsong.

Keine Sorge, das ist mir auch aufgefallen. Wink
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #8 am: 04. Oktober 2011, 13:53:37 »

Ich finde diese Punkteschiebereien bzw. traditioneller Punktevergaben zwischen Freunden nicht tragisch - nur dadurch gewinnt ja keiner den Wettbewerb. Allerdings finde ich es erstaunlich, dass viele davon trotz 50%-Jury-Wertungs-System immer noch genauso vergeben werden (z.B. eben Griechenland und Zypern).

Aber um zum Fernsehpreis zurückzukommen: Deutschland hat als Gastgeber-Land seine Sache wirklich ausgezeichnet gemacht. Jan Delay als Zwischen-Act war wirklich glänzend (und für mich völlig unerwartet) ausgesucht und auch wenn sich Stefan Raab bei der Eröffnung vor allem selber ins Rampenlicht gestellt hat, so hat er's doch richtig gut gemacht. Smiley
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #9 am: 04. Oktober 2011, 15:14:06 »

Zitat von: Lowpass am 04. Oktober  2011, 13:53:37
Ich finde diese Punkteschiebereien bzw. traditioneller Punktevergaben zwischen Freunden nicht tragisch - nur dadurch gewinnt ja keiner den Wettbewerb. ...

Das vergessen leider viele.

Aber wie ich schon sagte, daß Antonia Rados den Preis nicht gewonnen hat ist schlicht ein Skandal. Kann mich noch erinnern, wie sie während ihrer Libyen-Reportage auf der Straße stand und berichtete während hinter ihr die Kriegsparteien mit Maschinenpistolen aufeinander ballerten - absolut taffe Frau.
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #10 am: 04. Oktober 2011, 17:40:57 »

Zitat von: gowain am 04. Oktober  2011, 15:14:06
Aber wie ich schon sagte, daß Antonia Rados den Preis nicht gewonnen hat ist schlicht ein Skandal. Kann mich noch erinnern, wie sie während ihrer Libyen-Reportage auf der Straße stand und berichtete während hinter ihr die Kriegsparteien mit Maschinenpistolen aufeinander ballerten - absolut taffe Frau.

Man könnte auch argumentieren, dass es der Preis nicht unterstützen oder fördern sollte, dass sich Reporter in extreme Gefahrensituationen begeben und ihr Leben aufs Spiel setzen. Kriegt ein Preis erstmal den Ruf, dass man einfach möglichst viel riskieren muss, um ihn zu kriegen könnte das ja einen ungünstigen Einfluss auf die Risikobereitschaft der Reporter nehmen.

Das ist ein Fernsehpreis, kein "Wer traut sich am meisten"-Preis.
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #11 am: 04. Oktober 2011, 18:16:38 »

Da hast Du natürlich recht. Aber ist es nicht authentischer, wenn ich zum Drehen meines Berichts dahin gehe, wo's wehtut?
Ich meine, hätten sie mir einen Zettel mit den Fokushima-Fakten in die Hand gedrückt, mich auf einen Stuhl gesetzt welcher vor einem Bildschirmfüllenden Fokushima-Poster steht und mir gesagt "Los, vorlesen!", dann hätte ICH den Preis möglicherweise bekommen. Was Frau Rados auf sich genommen hat ist hingegen ungleich gewagter. Deshalb hätte ich diesen Punkt in meine Wertung auf jeden Fall einfließen lassen.
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Re: Deutscher Fernsehpreis 2011
« Antworten #12 am: 18. Dezember 2011, 00:48:05 »

Klar, so kann man es natürlich auch sehen. Aber immerhin, sie geht dahin, wo's wehtut. Ich find's mutig von ihr, jeder traut sich sowas nicht. Zumindest fand ich das preiswürdiger als das, wofür Ranga Yogeshwar den Preis letztlich erhalten hat.
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